Endlich auch Präambel der Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie

Während die deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie schon aufgrund der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung zu einem grundsätzlichen ethischen Stellungnahme durch gerungen hat, ist endlich auch die Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie mit einer Präambel gefolgt:Im Rahmen der letzten Hauptversammlung wurde einstimmig die folgende Präambel zu den Statuten der ÖGPP beschlossen: „Die ÖGPP ist sich ihrer besonderen Verantwortung um die Würde und die Rechte von psychisch erkrankten Personen und ihren Angehörigen bewusst. Diese Verpflichtung resultiert nicht zuletzt aus der historischen Verstrickung der Psychiatrie in Misshandlungen, Zwangssterilisierungen und Krankenmorde während der Zeit des Nationalsozialismus und aus der mangelhaften Aufarbeitung dieser Geschehnisse in den Jahrzehnten nach 1945. Die ÖGPP wird in Zukunft alles in ihrer Macht Stehende dafür tun, dass sich dergleichen nicht wiederholt.“

Auch in Tirol wäre es an der Zeit für die Aufarbeitung der Psychiatrie bis zum Jahr 2016.

Reform der Sachwalterschaft beschlossen

Minister Brandstätter will auch aufgrund der Kritik durch Betroffene, Angehörige, Volksanwaltschaft und des internationalen Drucks durch die Empfehlungen der UN-Behindertenkonvewntion Artikel 12, Artikel 14, Artikel 19 und der steigenden Zahl an Entmündigungen von Personen die Anzahl der Sachwalterschaft um ein Drittel reduzieren.

Das neue Gesetz liegt in Begutachtung und tritt 2018 in Kraft, die derzeit Betroffenen müssen aber noch bis 2022 warten.

Es gibt genau wie bei den Unterbringungen in der geschlossenen Psychiatrie starke regionale Unterschiede, die vor allem von den handelnden Personen und deren Beurteilung einhergeht, bzw. der jahrelangen gelebten Praxis:

Ganz entscheidend wird sein, ob die professionelle Betreuunng durch den Verein Sachwalterschaft / Vertretungsnetz in Tirol ausgebaut wird, damit solche Diskriminierungen auch durch das neue Gesetz möglichst verhindert werden. http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/11755349-91/behindertem-wird-das-einkommen-vorenthalten.csp

In Tirol haben die Klientenvertreter in Ihren Forderungen anlässlich der Veranstaltung 40 Jahre pro mente im März 2016 auch im Beisein des Landeshauptmannes von Tirol Herrn Platter auch bezüglich der Sachwalterschaft klar deponiert: Psychosoziale Versorgung in Tirol- Forderungen der Betroffenen

In Tirol sind überdurchschnittlich viele Personen betroffen, nämlich 6200:

 

Maßnahmenvollzug Reform verschoben

Der Maßnahmenvollzug in Österreich steht weiterhin im Blickpunkt der Menschenrechtsorganisationen - auch international. Die notwendige Reform wurde wieder verschoben, insbesondere soll die schon verhandelte Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher bei strafbaren Handlungen mit einem Strafrahmen von einem Jahr wieder bleiben. Die Gutachten, die die Gefährlichkeit attestieren sind in der Qualität heftig kritisiert worden. Auch in der forensischen Psychiatrie in Hall sind Jugendliche und Kinder untergebracht, die aufgrund einer Behinderung und mangels alternativer Betreuungseinrichtungen in Tirol untergebracht worden und noch untergebracht sind. Der Monitoringausschuss hat die Praxis und den Vollzug heftigst kritisiert. 

15-jähriger in der forensischen Psychiatrie in Hall in Tirol

 Mit 19 Jahren tot in der forensischer Psychiatrie in Hall in Tirol

Freiheitsbeschränkungen in der Psychiatrie und Heimen

Die Freiheitsbeschränkungen in der Psychiatrie , Heimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Krankenanstalten sowie psychosozialen Einrichtungen werden durch das Heim Aufenthaltsgesetz sowie für die Psychiatrie durch das Unterbringung ehesten geregelt.

Wieviele Menschen sind davon betroffen?

86000 Menschen in dePsychiatrie, davon 26000 in der geschlossenen Psychiatrie.

Was sind Freiheitsbeschränkungen?

MechanischeFreiheitsbeschränkung (Fixierung) durch Festhalten, Anbinden, Fesselung ans Bett

Medikamentöse Freiheitsbeschränkung durch sedierende Psychopharmaka (Ruhigstellung)

Elektronische Mittel

Drohung derselben

Wie oft werden diese Maßnahmen eingesetzt?

Wie oft erfolgt eine gerichtliche Überprüfung?

Siehe Gerichtsurteil Konradinum.

Heimskandal Land Tirol will sich bei Opfern entschuldigen

Auch die 3600 Opfer der Kinder und Jugendpsychiatrie der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Dr.Dr. Nowak-Vogl in der berüchtigten Beobachtungsstation werden in einer Festveranstaltung des Landes Tirol um Entschuldigung gebeten.

Es ist zu bezweifeln, dass die Opfer überhaupt Interesse haben daran teulzunehmen.

http://m.tt.com/politik/landespolitik/11237658-91/festakt-für-tiroler-heimopfer-gefordert.csp

http://mobileapps.http://mobileapps.tt.com/panorama/gesellschaft/11680400-91/heimkinder-skandal-tirol-will-sich-entschuldigen.csptt.com/panorama/gesellschaft/11680400-91/heimkinder-skandal-tirol-will-sich-entschuldigen.csp

 

Geschlossene Psychiatrie Hall - Menschenrechte versus Schutz von Leben

Kinder Jugendliche und Menschen mit Behinderung gehören nicht in die geschlossene Psychiatrie und Forensik:

http://www.vertretungsnetz.at/news/news-meldung/46-notstand-in-der-kinder-und-jugendpsychiatrie/

-tot-in-der-forensik-hall-mit-19-jahren

http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/9353869-91/15-jähriger-in-haller-forensik-erinnert-an-forrest-gump.csp

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/9350382-91/15-jähriger-lebt-in-hall-unter-gewaltätern.csp

http://www.profil.at/oesterreich/justiz-oesterreichs-guantanamo-massnahmenvollzug-5448656

Kritik an den Gutachten:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4742839/Jeden-Tag-ein-Gutachten-und-als-Oberarzt-taetig

psychiatrische-sachverstaendige-gutachter-in-tirol

Volksanwaltschaft: Besuch in der Forensik Hall: Isolierzimmer erinnert an Todeszelle

Isolierzimmer-in-der-psychiatrie-hall-in-tirol-erinnert-an-todeszelle

Zum Widerspruch der Leiter der Forensik Univ.Prof.Dr.Marksteiner:

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/9370300-91/offene-türen-statt-gummizelle-und-gitter.csp

http://www.psychiatrie.or.at/index.php/210-haller-forensik-einer-der-modernsten-anstalten-fuer-abnorme-rechtsbrecher

Zwangsbehandlung und mechanische und medikamentöse Fixierung: Todesfälle und gesundheitliche Schäden

zwangsmassnahmen-oder-zwangsbehandlungen-psychiatrie-sind-ethisch-nicht-vertretbar-stellungnahme-dgppn

mechanische-medikamentoese-elektronische-fixierung-in-psychosozialen-einrichtungen-in-tirol

Tagung "Freiheitsbeschränkung durch Medikation" 15.11.2013 in Innsbruck

Gesundheitsversorgung in der Psychiatrie Hall von somatischen Beschwerden: 

Die Beschwerden der Familien, Eltern und Angehörigen werden durch Ignoranz und Drohungen übergangen.(siehe Einzelfälle Patientenanwaltschaft, Volksanwaltschaft, Kommission West)

Die somatischen Beschwerden = Recht auf Gesundheitsversorgung,  werden (kaum) ernst genommen: Kein Zutritt für externe Fachärzte, Kinderärzte, (siehe Petition an den Tiroler Landtag zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol, Behindertenanwalt)

Diskriminierung bis zum Tod: Siehe vermeidbare Todesfälle (Bericht des Menschenrechtskommissar der europäischen Union, Studie europaweit) 

Nicht einmal die Temperaturmessung ist in der geschlossenen Psychiatrie Hall in Tirol Standard (siehe Gerichtsverfahren)

Verwendung von Neuroleptika ( Haldol intravenös) ohne Monitoring: vermeidbare Todesfälle (siehe Gerichtsverfahren, Bericht der Volksanwaltschaft, Kommission West)

Internistische Betreuung durch einen beauftragten Internisten mit Wahlarztpraxis im Klinikareal, der die Patienten - durch Ferndiagnose, ohne die Patienten jemals gesehen zu haben, behandelt. (siehe Bericht des Landesrechnungshofes)

Keine Überstellung in eine andere Abteilung des Krankenhauses Hall (Suizidversuche, Verletzungen nach Stürzen, Vergiftung durch Medikamente, Bluthochdruck, Diabetes, Herzproblemen, Lungenentzündung, Sepsis, Nieren und Leberproblemen, ) bei schwerwiegenden Beschwerden, kein Bett mit Monitoring! (siehe Einzelberichte, Gerichtsverfahren, Volksanwaltschaft, Patientenanwaltschaft, Monitoringausschuss)  

Tot in der Forensischen Psychiatrie Hall mit 19-Jahren

Der tragische und vermeidbare Tod eines erst 19 jährigen jungen Mannes in der forensischen Psychiatrie in Hall in Tirol wirft viele Fragen auf:

Werden psychiatrische Patienten in staatlicher Aufsicht mit ihren körperlichen Beschwerden in der Psychiatrie Hall in Tirol nicht ernst genommen?

Werden Menschen mit einer Behinderung in der Psychiatrie Hall in Tirol diskriminiert?

Werden in der Psychiatrie Hall die Angehörigen nicht ernst genommen, ja sogar eingeschüchtert?

Was passiert mit den Unmenge an Geld die pro Tag für die Pflege und medizinische Betreuung zur Verfügung gestellt werden?( 465 Euro für die Pflege pro Tag, insgesamt ca. 1000 Euro pro Tag), denn die Situation im Maßnahmen Vollzug (Gericht, Gutachten, Anhörung, medizinische Betreuung, Zwangsbehandlung, Ruhigstellung, etc. ) ist menschenrechtlich schon längst unter berechtigter internationaler Kritik. Siehe Monitoring Ausschuss: 

http://monitoringausschuss.at/stellungnahmen/massnahmenvollzug-19-01-15/

http://psychiatrie.or.at/index.php/240-16-jaehriger-wegen-fehlender-betreuung-in-forensik-in-hall

http://psychiatrie.or.at/index.php/212-manko-bei-psychosozialen-betreuungseinrichtungen-in-tirol

Schwere Vorwürfe: Vermeidbare Todesfälle in der Psychiatrie in Tirol

Nach dem Artikel in Bizeps Bizeps.or.at/mein-sohn-ist-nun-tot 

April 2016 Hall in Tirol, 19 jähriger mit Behinderung stirbt, eine Behandlung der somatischen Beschwerden außerhalb der Psychiatrie wird monatelang abgelehnt, trotz Bitten der Eltern.

Tod durch Ignoranz von Richter, Personal und Gutachter

 https://www.bizeps.or.at/mein-sohn-ist-nun-tot/

http://www.integration-tirol.at/index.php?menuid=43&reporeid=180

März 2016: 37 Jährige stirbt unerwartet in der Psychiatrie Hall in Tirol

Details in Kürze

Meldungen von Todesfällen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   oder anonym 

Reha Gesetz Neu- Öffentliche Sitzung Monitoringausschuss Tirol

Tiroler Monitoringausschuss  5. öffentlichen Sitzung am 14. Juni 2016 von 14:00-16:00 .

Ort: Landhaus, Innsbruck

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm: Einladung zur 5. öffentlichen Sitzung am 14.06.2016

  • Beschäftigungs-Therapie - 
    Was muss anders gemacht werden?
  • Selbstbehalt - 
    Genügend Geld für ein selbstbestimmtes Leben
  • Persönliches Budget / Geld
    und Persönliche Assistenz / Unterstützung
  • Interessens-Vertretung - 
    Wie können gewählte Vertreter arbeiten?
    Wie können sie unabhängig unterstützt werden?
  • „Menschen mit Behinderungen“ - 
    Wer bekommt die Leistungen?
    Wie wird der Bedarf festgestellt?
  • Vorwort zum Gesetz - 
    Welche Ziele soll das Gesetz haben?
  • Sachwalterschaft - 
    Wie kann das Land Tirol eine unterstützte Entscheidungs-Findung
    möglich machen, damit Sachwalterschaften
    nicht mehr notwendig sind?
  • De-Institutionalisierung - 
    Was muss getan werden, damit die Leistungen
    der Selbst-Bestimmung und Inklusion entsprechen?
  • Therapie und Förderungen

Psychiatrischer Krisendienst in Tirol

Eine unendliche Geschichte:

Seit 30 Jahren wird schon in Tirol ein mobiler, kostenloser Krisendienst für den psychischen Bereich gefordert und versprochen. Noch immer werden Menschen, die in einer lebensbedrohenden Krisensituation sich befinden, besonders an Wochenenden und am Abend allein gelassen. Sie werden auf den Seelsorgedienst verwiesen, der sehr gut arbeitet, aber trotzdem haben die psychisch Kranken Anspruch auf dieselbe Behandlung, wie jeder "normale" Kranke, bei dem sofort Notarzt, Rettung Krisendienst und Hubschrauber bereitstehen, bei psychisch Kranken kommt höchstens die Polizei und man wird dann wie ein Verbrecher zwangseingewiesen, mit Polizei Begleitung und ohne ausgebildetes Kriseninterventionsteam, ohne Arztbegleitung, in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Dass die meisten Patienten und auch Angehörigen gerade eine Eskalation und Gewalt vermeiden wollen und einen professionellen Krisendienst verlangen, der rund um die Uhr zur Verfügung steht, präventiv wirkt, Vertrauens erregend und beruhigend wirkt, sowohl für die Angehörigen und auch Betroffenen, ist einleuchtend und hat sich auch in anderen Bundesländern seit Jahrzehnten erfolgreich zum Wohle der PatientInnen tagtäglich bewährt. Nur in Tirol, das bei den Zwangsunterbringungen in der Psychiatrie in Europa und auch in Österreich - leider im negativen Sinne - als auch bei den Zwangsmaßnahmen durch mechanische Fixierungen und Sedierung mit Medikamenten im Spitzenfeld liegt, gibt es noch keinen psychiatrischen Krisendienst, außer in Osttirol durch Initiative des neuen Primars Dr. Schmidt. Reutter liegt bei der Selbstmordrate europaweit im Spitzenfeld, die aktuelken tragischen Selbstmorde von jungen Leuten harren einer Lösung. Es könnten sicherlich Menschenleben durch diesen Krisendienst gerettet werden, natürlich muss auch die psychosoziale Versorgung insgesamt verbessert werden.