NS-Euthanasie in Vorarlberg und Tirol

DIPLOMARBEIT Titel der Diplomarbeit NS-Euthanasie in Vorarlberg und Tirol. Das Schicksal der Patientinnen und Patienten der Valduna Rankweil in der Heil- und Pflegeanstlat Hall in Tirol.

Ein Auszug: Nachdem Czermak von Dr. Klebelsberg, dem ärztlichen Leiter der Heil- und Pflegeanstalt Hall, auf die Überfüllung der Anstalt hingewiesen wurde, meldete er dies der Abteilung IV des Innenministeriums. Weiters teilte er in einem Begleitschreiben dem Innenministerium mit, dass er in der Intervention der Angehörigen eine Gefahr für die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ sah316. Außerdem veranlasste ihn die Überfüllung der Anstalt in Hall zu weiteren Deportationen nach Hartheim, obwohl diese offiziell bereits eingestellt wurden. Ein Teil dieser Patientinnen und Patienten, die zunächst in der Zwischenanstalt Niedernhart untergebracht waren, wurden auch gezielt durch Hunger und der Injektion von Luminal, was den Anschein eines natürlichen Todes erwecken sollte, ermordet. Dr. Lonauer, der in Hartheim und Niedernhart tätig war, schrieb Czermak in einem Brief, dass er zu der Überzeugung gekommen war, dass „diese Behandlungsmethode praktischer und reibungsloser als die Frühere“ war317. Daraufhin trat auch Czermak dafür ein diese Methode, in Hall zu praktizieren, da sich so „Transportkosten einsparen“ ließen318. In einem Brief vom 12. November 1942 an Dr. Lonauer in Hartheim schrieb Czermak folgendes: „Lieber Kamerad Lonauer! Vielen Dank für Ihr liebes Schreiben vom 05.11. Ich bin sehr befriedigt, dass ihre Behandlungsmethode so erfolgreich ist. Auch hier hat sich gar kein Anstand ergeben und hoffe ich, dass Dr. Renno bald in der Lage ist, die Methode in Hall einzuführen, wodurch sich die Transportkosten vor allem der Kraftstoffaufwand einsparen ließe.“ 319 Somit ist es wahrscheinlich, dass Czermak die Tötung von Patientinnen und Patienten vor Ort mittels Nahrungsentzug und Überdosierungen von Medikamenten vorschlug.

Die Missstände in Tiroler Psychiatrien, die aus den Berichten der Volksanwaltschaft einzusehen sind

  • Zwangsweise Unterbringung ohne ärztliche Bescheinigung als Regelfall? Gerade im ländlichen Bereich ist festzustellen, dass entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte für Untersuchungen und Bescheinigungen nach dem UbG oft nicht zur Verfügung stehen. In manchen Regionen wird es auch zunehmend schwieriger, Planstellen zu besetzen bzw. Gemeinde-, Kreis-, Sprengel- und Distriktsärztinnen und -ärzte zu finden.(siehe Bericht 2016 S.65, siehe BG Hall 1Ub 253/12s und 1Ub 216/11y
  • Die VA hat bereits im PB 2015 (Band „Präventive Menschenrechtskontrolle“,2016 S. 55 f.) die Problematik sexueller Grenzüberschreitungen gegenüber Patientinnen durch das Personal thematisiert. (siehe auch BG Hall 1Ub 253/12s)
  • Der OGH stellte fest, dass die Meldungen von Unterbringungen gegen den Willen jedenfalls unverzüglich an das Gericht gemeldet werden müssen, also ohne jeglichen Aufschub, unabhängig davon, ob etwa im Einzelfall aufgrund von Feiertagen ohnehin mit Verzögerungen im Verfahre zu rechnen ist.( siehe Bericht 2016 S.60 LKH Innsbruck, siehe Hall 1Ub 253/12s es wurde gar keine Meldung zu Lebzeiten gemacht -erst nach dem Tod der Patientin an das BG Hall gemacht)
  • Im Bericht der Volksanwaltschaft wurde auch in der Psychiatrie Hall die lebensbedrohliche Fixierung mit einem Gurt wegen Strangulationsgefahr eingemahnt. (siehe Bericht der VA 2016 S.62)

  • Die Verabreichung von Haldol intravenös, das wegen der lebensbedrohlichen Nebenwirkungen (plötzlicher Herztod) vom Hersteller ohne intensive Überwachung seit Jahren verboten ist. (Siehe Todesfall 1Ub 253/12s BG Hall, Bericht der VA 2013 S.55f. 1Ub 253/12s BG   Hall)

  • Ebenso wird von der Volksanwaltschaft die Zurschaustellung von fixierten Patienten am Gang beklagt.So musste die Kommission 1 beispielsweise in einer psychiatrischen Abteilung des LKH Hall feststellen, dass Fixierungen nicht in einem geeigneten Umfeld, sondern am Gang des geschlossenen Bereiches stattfanden. (Bericht der VA 2016 S. 62)

  • Die durchgeführten freiheitsbeschränkenden Maßnahmen sollen auch statistisch ausgewertet und evaluiert werden, um insbesondere die Betreuungssituation in der Psychiatrie Hall zu verbessern.(Bericht der VA 2016 S. 62)
  • der Einsatz von security-Personal bei der Fixierung (mechanisch und medikamentöse) ist in der Universitätsklinik Innsbruck ein menschenrechtlicher Missstand.(Bericht der VA 2016 S.59)

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    Ebenso wird die Unterbringung ohne §8 bzw. $9 UbG also ohne ärztliche Bescheinigung zum Regelfall   , die schon 3/4 der Unterbringungen ausmacht - und nicht dem Sinn des UbG ( 4 Augenprinzip) entspricht zum ungesetzlichen Regelfall, wie im Bericht zu lesen ist (fehlende befugte Ärzte ist ein Grund dafür)(Bericht der VA 2016 S.65) 

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    Das Fehlen von Deeskalationsmaßnahmen in der Psychiatrie Tirol wird im Bericht der VA als Missstand aufgezeigt. (siehe Beitrag in Tirol heute der Vorsitzenden der Kommission Fr.Prof. Murschetz :

    http://tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/13929499/Studiogast-zum-Thema-Altenheime/14045067

  •  Der Bereich Kinder-und Jugendpsychiatrie u.a. fehlende ambulante Versorgungsstrukturen, ungesetzliche Unterbringung in der Erwachsenenpsychiatrie, fehlende psychiatrische Versorgung in Jugendjustizanstalten wird auch wieder im Bericht als schwerer Missstand hervorgehoben.

  • Im psychiatrischen Alltag der meisten österreichischen Kliniken ist es z.B. leider nicht üblich, dass Patientinnen und Patienten nach erfolgten Fixierungen mittels 1:1-Betreuung „ständig, unmittelbar und persönlich“ überwacht werden, wie es das CPT seit Jahren fordert. (Bericht VA Band II Menschenrechtskontrolle 2014 S.41, siehe 1Ub 216/11y BG Hall)
  • Bereits im PB 2013 (S. 57 f) wurde ausgeführt, dass der NPM darauf dringt, in Umsetzung einer Empfehlung des CPT in allen psychiatrischen Krankenanstalten und Stationen ein Zentralregister zur Erfassung freiheitsbeschränkender Maßnahmen einzurichten, um deren Anwendung und Häufigkeit auch außerhalb von Patientendokumentationen evaluieren zu können.(Bericht der VA 2014/2015 und 2016 S,176).Über die medikamentöse Fixierung durch Psychopharmaka gibt es im Bereiche der Psychiatrie keine Aufzeichnungen (Kommt offensichtlich nicht vor), währenddessen im Bereich der Heime lt. Vertretungsnetz stark zunimmt (siehe Artikel vom 19.04.2017 http://www.vertretungsnetz.at/nd/news/wenn-heilmittel-fuer-andere-zwecke-verwendet-werden/).         

 

 

Hilfe bei Suizid Suizidgedanken für Betroffene und Angehörige in Tirol

Bei psychischen oder suizidalen Krisen sowie im akuten Notfall ist es wichtig, rasch Krisentelefonnummern und Notrufnummern bei der Hand zu haben. Hier finden Sie eine österreichweite Übersicht. Notieren Sie sich am besten die für Sie relevanten Nummern, und tragen Sie diese immer bei sich, oder speichern Sie sie in Ihr Handy ein . .

In Tirol ist der einzige Ansprechpartner derzeit:

Station für Akutpsychiatrie und Krisenintervention

Univ.-Klinik Innsbruck

Tel.: 050 50423646, täglich 0–24 Uhr

Online psychiatrie.tirol-kliniken.at

Die Einbeziehung von anerkannten Expertinnen und Experten in den Qualitätssicherungsprozess des Gesundheitsportals stellt sicher, dass die wesentlichen und für ein Thema relevanten Grundlagen und Sichtweisen berücksichtigt wurden. Folgende Experten haben für das Thema „Suizidprävention“ die Expertenprüfung gemäß den Qualitätskriterien durchgeführt:

  • Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Thomas Niederkrotenthaler, PhD MMSc, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien
  • Ass.-Prof. Mag. Dr. Benedikt Till, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

 

Home Treatment Vorbild für Tirol Prof. Becker und Team

Best Practice: Home Treatment (Prof. Becker und Team)Quelle: Tagung in Ravensburg, Home Treatment in der Psychiatrie, März 2014

—Die Patientin/der Patient steht stets im Mittelpunkt  therap. Planens und Handelns, Lebens- und Wohnsituation bleiben bestehen
—Bedarfs- und bedürfnisorientiert, psychosoziale Betreuung zu Hause
—Multiprofessionelle Zusammenarbeit mit den Angehörigen, Gesundheits- und Sozialdiensten
—Individualisierte Pharmako-,Sozio- und Psychotherapie
—Ziel ist eine hohe Zufriedenheit der Patienten und Bezugspersonen und eine Gesundung und (Re-)Integration
—Nutzung der persönlichen und sozialen Ressourcen der Betroffenen
—Reduktion stationärer und ambulanter Behandlung
—Entlastung der Angehörigen
—Compliance-Förderung und Entstigmatisierung

Schwere Missstände in Heimen und Psychiatrie beklagt die Volksanwaltschaft

Für Tirol sind in den Menschenrechtsberichten (nach Opcat) der Volksanwaltschaft folgende menschenrechtliche und unmenschlichen Behandlungen festgestellt worden:

In der Psychiatrie in Hall: Fixierungen am Gang, Zurschaustellung von Patienten, Verletzung der Privatsphäre und Intimsphäre.

Lebensgefährliche Fixierungen mit Bauchgurten, wodurch das Leben der Patienten durch Strangulation gefährdet wird.

Security Personal in der Universitätsklinik Innsbruck ist bei der Fixierung und auch medikamentösen Fixierung von Patienten behilflich.

Psychiatrie Hall: Verwendung von Haldol intravenös, obwohl wegen der lebensgefährlichen Nebenwirkungen (plötzlicher Herztod) ohne intensive Überwachung es von der Herstellerfirma verboten wurde.

Forensik Hall : Isolierzimmer gleicht einer Todeszelle

Hier der Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 05.05.2017 für die Zustände in Tiroler Heimen und der medikamentösen Sedierung, der sich auf den Menschen rechts Bericht der Volksanwaltschaft 2016 bezieht.

http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/12939798-91/missst%C3%A4nde-in-heimen-bewohner-lagen-in-kot-und-urin.csp

 

 

Missstandsbericht der Volksanwaltschaft im Tiroler Landtag

Der gesamte „Bericht der Volksanwaltschaft 2016 – Band Präventive Menschenrechtskontrolle“ wird in der Sitzung des Landtages vom 5./6.7.2017 behandelt. 

Alten- und Pflegeheime hinaus die Feststellungen und Empfehlungen der VA aufgrund der Kontrollen in Jugendwohlfahrtseinrichtungen,

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung,

Justizanstalten und Asylunterbringungen

Psychiatrische Abteilungen in Krankenhäusern und Krankenanstalten;

Für Tirol im Bereiche der Psychiatrie ma0gebende Inhalte.

Das Thema der Fixierung:Medikamentöse Fixierung in Tiroler Kinder- und Jugendeinrichtungen

In der Gerontopsychiatrie Hall werden 75% der PatientInnen mindestens einmal mechanisch fixiert (lt. Vertretungsnetz/Patientenanwaltschaft). Über die medikamentöse Fixierung durch Psychopharmaka gibt es im Bereiche der Psychiatrie keine Aufzeichnungen (Kommt offensichtlich nicht vor), währenddessen im Bereich der Heime lt. Vertretungsnetz stark zunimmt (siehe Artikel vom 19.04.2017 http://www.vertretungsnetz.at/nd/news/wenn-heilmittel-fuer-andere-zwecke-verwendet-werden/). Gerade aber diese exorbitante Ruhigstellung durch Haldol, Risperdal und auch Benzos, die in den Heimen ja zunimmt (35%), wird in der Psychiatrie nicht thematisiert und das obwohl man weiß, dass 85% der Todesfälle in der Psychiatrie durch die mechanische und/oder medikamentöse Fixierung selbst verursacht wird (siehe: Todesfälle in der Psychiatrie in Tirol).

Im Bericht der Volksanwaltschaft wurde auch in der Psychiatrie Hall die lebensbedrohliche Fixierung mit einem Gurt wegen Strangulationsgefahr eingemahnt, ebenso die Verabreichung von Haldol intravenös, das wegen der lebensbedrohlichen Nebenwirkungen (plötzlicher Herztod) vom Hersteller ohne intensive Überwachung seit Jahren verboten ist. Ebenso wird von der Volksanwaltschaft die Zurschaustellung von fixierten Patienten am Gang - auch in der Psychiatrie Hall beklagt, der Einsatz von security-Personal bei der Fixierung (mechanisch und medikamentöse) ist in der Universitätsklinik ein menschenrechtlicher Missstand.

Ebenso wird die Unterbringung ohne §8 bzw. $9 UbG , die schon 3/4 der Unterbringungen ausmacht - und nicht dem Sinn des UbG ( 4 Augenprinzip) entspricht zum ungesetzlichen Regelfall, wie im Bericht zu lesen ist (fehlende befugte Ärzte ist ein Grund dafür), und auch die sofortige Meldung einer Unterbringung - auch an Wochenenden - an das Gericht, das Fehlen von Deeskalationsmaßnahmen wird im Bericht der VA als Missstand aufgezeigt. 

Der Bereich Kinder-und Jugendpsychiatrie u.a. fehlende ambulante Versorgungsstrukturen, ungesetzliche Unterbringung in der Erwachsenenpsychiatrie, fehlende psychiatrische Versorgung in Jugendjustizanstalten wird auch wieder im Bericht als schwerer Missstand hervorgehoben.

Beitrag in Tirol heute der Vorsitzenden der Kommission I der VA Fr.Prof.Dr. Murschetz hinweisen: http://tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/13929499/Studiogast-zum-Thema-Altenheime/14045067     

Der gesamte Bericht steht hier zur Verfügung: https://volksanwaltschaft.gv.at/downloads/elqga/PB40pr%C3%A4ventiv.pdf 

 

Gutachter Primar Haller geht in Pension

Der Chefarzt und Primar von Maria Ebene Primar Dr. Haller geht mit Jahresende in Pension. Berühmt geworden ist Dr.Haller durch seine psychiatrischen Gerichtsgutachten, über 8000 soll er bisher erstellt haben, also fast täglich ein Gutachten.

Für internationales Aufsehen sorgte er durch seine Gutachten über:

Gutachten zu Psychiatriekollege und NS-Euthanasiearzt Dr. Gross: Stationsarzt an der berüchtigten Wiener Euthanasieklinik Am Spiegelgrund (siehe Bericht von 2017; Erforschung zweier Einrichtungen zur stationären Unterbringung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in der Psychiatrie

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in der Wiener Psychiatrie von 1945 bis 1989

Haller bescheinigte "Hirnabbau", der Prozess wurde allerdings nach wenigen Minuten auf Eis gelegt, Gross kam frei. Gross hätte sich im März 2000 wegen Beteiligung am neunfachen Mord im Wiener Straflandesgericht zu verantworten gehabt. Nachdem Gross im Anschluss an das Verfahren ausführliche Interviews über den Zweiten Weltkrieg gab, verschärfte sich die öffentliche Diskussion um den Fall und die Gutachten.Ihm wurde vorgeworfen, im Sommer 1944 am Spiegelgrund an der Tötung von neun behinderten Kindern mitgewirkt zu haben. Gross hat auch weit über10 000 Gutachten verfasst und wurde jahrzehntelang trotz seiner Greueltaten als viel bestellter Gerichtsgutachter herangezogen.

Aus WIKIPÄDIA (abgerufen 03.04.2017): Gutachten über NS-Kriegsverbrecher Milivoj Ašner

 2008 geriet Haller wegen seines Gutachtens über den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher Milivoj Ašner in die Kritik. Darin attestiert er Ašner eine fortgeschrittene Demenz. Auch das psychiatrische Gutachten von Hallers Kollegen Peter Hofmann (Graz) bescheinigte eine fortgeschrittene Demenz.[31] Die Gesundheit des über neunzig-Jährigen stand deswegen zur Debatte, weil seine Vernehmungsfähigkeit wegen eines Auslieferungsantrags Kroatiens geprüft werden musste. Die psychiatrischen Gutachten von Haller und Hofmann kamen beide zum Ergebnis, dass keine Vernehmungsfähigkeit gegeben sei.[32]Die britische Zeitung "The Sun" und der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde ÖsterreichAriel Muzicant,[33] bezeichneten diese Gutachten als unglaubhaft: Ašner war fotografiert worden, wie er sehr rüstig wirkend und ohne Stock längere Spaziergänge unternahm. Auch wurde er am Rande einer Fan-Feier der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Klagenfurt fotografiert.[34] Tatsächlich belegte ein Gutachter, dass der unter Betreuung stehende Ašner öfters zur Mittagsmahlzeit dorthin geführt wurde.In einem Interview mit dem ORF Report 2008 stellte Ašner sich ohne erkennbare Denk- und Gedächtnisstörungen (Diagnostikkriterien Demenz) dar.[35] Kritiker sahen einen weiteren Beleg für die angebliche Nachlässigkeit der österreichischen Justiz bei der Verfolgung von Nazi-Kriegsverbrechen. Auch die Staatsanwaltschaft nahm daraufhin Ermittlungen gegen Ašner auf.[36]Das Gutachten von Haller betreffend Milivoj Ašner fand Eingang in den Human Rights Report Austria 2008 des U.S. State Departments: Sektion 4: Stellung der Regierung zur internationalen Untersuchung angeblicher Menschenrechtsverletzungen.[39]

Gutachten zu Psychiater Dr. Franz Wurst - auch selbst Gutachter: Mörder und sexueller Missbrauch von Kinder und Jugendlichen durch Wurst in verschiedenen Erziehungs- und Erholungsheimen, verurteilt zu 17 Jahren Haft.

Der Fall des ehemaligen renommierten Kinderpsychiaters Franz Wurst (gestorben 2008) hat alle Zutaten für ein Filmdrehbuch. Es war der tiefe Fall eines gesellschaftlich unantastbaren Arztes in bodenlose gesellschaftliche Verachtung.

Zu psychiatrische Gutachter in Tirol siehe: http://psychiatrie.or.at/index.php/267-psychiatrische-sachverstaendige-gutachter-in-tirol

Zitat: der den  Franz Wurst begutachtete und ihm zu einem Krankenhausaufenthalt verhalf. http://www.gegensexuellegewalt.at/2016/10/03/wunsch-gutachter-fuer-gerichte-in-oesterreich/

Bemerkenswert und höchst diskriminierend ist auch die Aussage im Magazin News :https://www.news.at/a/es-gutachterjustiz-psychiater-reinhard-haller-news-talk-219576

Haller: Tatsache ist, dass 50 Prozent aller Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs falsch sind. Das Wohl des Kindes ist freilich am Wichtigsten, aber wenn jemand unschuldig verurteilt wird, kommt das einer sozialen Hinrichtung gleich: Job weg, von der Frau meist verlassen, hohe Kosten wegen diverser Therapien. Das ist dann ein zerstörtes Leben

 

 

 

 

Medikamentöse Freiheitsbeschränkung in der Psychiatrie nimmt zu

Die Zahl der Freiheitsbeschränkungen durch sedierende Medikamente in Heimen und Psychiatrien nimmt zu, mechanische Fixierungen (Anbinden an das Bett) werden weniger gemeldet. Eine Freiheitsbeschränkung sowohl durch mechanische Mittel als auch durch elektronische Mittel oder durch Drohungen und durch Zwangs -Medikation durch Psychopharmaka muss an und für sich den Patientenanwälten in psychiatrischen Abteilungen oder den HeimanwältInnen bzw. Bewohnervertretung gemeldet werden.

Zitat aus dem Artikel vom 19.04.2017 vom Vertretungsnetz/Patientenanwaltschaft: http://www.vertretungsnetz.at/news/news/wenn-heilmittel-fuer-andere-zwecke-verwendet-werden/

"Im Jahr 2007 verzeichnete die Bewohnervertretung in sieben Prozent der Fälle eine Freiheitsbeschränkung durch Medikation. Fünf Jahre später waren es bereits 35 Prozent aller Fälle. Ein rapider Anstieg mit weitreichenden Folgen, vor allem für die Betroffenen"

Für Tirol sind die Zahlen für mechanische Fixierungen in der Psychiatrie Hall in Tirol:

 

Für die Freiheitsbeschränkungen durch Medikamente in Heimen und Psychiatrien liegen für Tirol kaum Zahlen vor, doch kann man sicherlich von 35% in Heimen ausgehen, in Psychiatrien werden keine Aufzeichnungen gemacht und sind nur vereinzelt Meldungen an die Patientenanwaltschaft bzw. Vertretungsnetz, und das obwohl die subtilere Methode einer Zwangsmedikation mit sedierenden Psychopharmaka weit verbreitet ist (Stichwort Risperdal statt Personal). Eine gerichtliche Überprüfung der Freiheitsbeschränkung durch Medikamente durch die Patientenanwaltschaft/ Vertretungsnetz sind momentan in der Psychiatrie Hall in Tirol(Todesfall durch Vergiftung mit Psychopharmaka in der Psychiatrie, Sedierung mit Haldol intravenös).

 Es ist davon auszugehen, dass einige vermeidbaren Todesfälle in den Psychiatrien in Tirol ( Hall, Forensik Hall, Universitätsklinik Innsbruck) zurückzuführen sind. Siehe http://psychiatrie.or.at/index.php/394-todesfaelle-in-der-psychiatrie-in-tirol

 

  • Mögliche somatische Folgen von Fixierungen: Stress, Thrombose, Embolie, Quetschungen, Nervenverletzungen, Ischämien, Strangulation, plötzlicher Herztod (Parker 1997, Becker/Klie 2004) http://www.redufix.de/html/img/pool/Siegen_Bredthauer_2011_handout.pdf
  • Rechtsmedizinische Untersuchung 1996-2004 München Seite 29 in https://www.aerzteblatt.de/pdf/109/3/m27.pdf (in 85% der Todesfälle war Fixierung selbst Todesursache (Bredtauer Redufix 2009, SZ 16.01.06, Systematic Review Joanna Briggs Institute 2002, Sailas E/ Fenton M. Cochrane Systematic Review 2000)

 

 

 

Promente austria Werbefilm

Der Werbespot, der im ORF derzeit läuft: HIER der Linke auf youtube

beginnt mit Thema : Körperliche Gesundheit:

Es geht nicht gut, Schnupfen, Beinbruch, Ausschlag, da kann man was machen, klar...

und dann psychische Gesundheit:

... geht es auch nicht gut Auswegslosigkeit, Depression, Einsamkeit, auch da kann man was machen,

promente Austria hilft Menschen mit psychischen Problemen, helfen auch sie.

Dieser Werbespot ist diskriminierend, weil niemand mit einer schwerwiegenden körperlichen Krankheit wie Beinbruch oder Ausschlag wird Hilfe bei einem Verein suchen, sondern zum Arzt gehen.

Ganz besonders wäre es bei psychischen Krisen - Auswegslosigkeit - notwendig eine fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die optimale Diagnose, Behandlung und Therapie zu erreichen.

Dieser Werbespot fördert nicht das öffentliche Bewusstsein, dass psychische Erkrankungen genauso wie körperliche Beschwerden einer leistbaren Behandlung auf Krankenschein benötigen und nicht eine "Sonderbehandlung" in Einrichtungen.

Promente, Ziele und Leitbild: http://www.promenteaustria.at/de/pro-mente-austria/leitbild/

pro mente Austria ist der Dachverband von 26 gemeinnützigen Organisationen, die sich in Österreich um die Bedürfnisse von Menschen mit psychisch-sozialen Erkrankungen kümmern.

Wir vertreten die gemeinsamen Ziele unserer Mitglieder sowohl in Österreich als auch im Ausland und bieten eine Plattform für den unkomplizierten Informationsaustausch. Nach außen stehen wir als Ansprechpartner für alle Stakeholder im Bereich der psychischen und sozialen Gesundheit zur Verfügung.

Unser Ziel ist es, die Stellung von Menschen mit psychischen oder psycho-sozialen Problemen in der Gesellschaft zu verbessern und ihrem sozialen Umfeld beizustehen. Dafür unterstützen wir auch andere Organisationen. Ein besonderes Ziel ist die Einhaltung der Menschenrechte und im Besonderen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und des europäischen Mental Health Pacts. Daher fördern und fordern wir unparteilich und überkonfessionell die Inklusion und Partizipation aller Menschen und begrüßen ihre Vielfalt.

Unser Anspruch ist es, ein öffentliches Bewusstsein für die Themen psychische Gesundheit, soziales Wohlbefinden und Prävention zu schaffen. Zudem setzen wir uns für die Qualität der in Österreich angebotenen Leistungen, der Forschung und Lehre sowie für innovationsfreundliche Arbeitsbedingungen ein.

 

Deeskalation an der Kinder-und Jugendpsychiatrie durch geschultes Personal

Bereits seit langem ist der Einsatz von privaten (gewerblichen) Security- Personal in Psychiatrien gesetzlich durch die OGH Entscheidung

http://www.notfallmedizinrecht.at/ogh-entscheidung-einsatz-von-security-personal-in-psychiatrien-zum-setzen-von-zwangsmassnahmen-unzulaessig/

verboten. Schon bei der Psychiatrietagung in Südtirol wurde bekannt, dass PatientInnen in einer Krisensituation auch in einem Psychiatrischen Krankenhaus der Tirol Kliniken, ja sogar am MZA (Medizinische Notfallaufnahme Anichstraße) mit Hilfe und auf Anordnung des Arztes, gegen den Willen oder ohne den Willen durch nicht dazu befähigtes und geschultes Personal einer Sicherheitsfirma mechanisch fixiert (angebunden), ja sogar bei der Verabreichung von Medikamenten zu einer medikamentösen Fixierung (Sedierung) assistieren sie. Das ist keine medizinische Behandlung nach dem Stand der Wissenschaft, da gerade es auch immer wieder bei mechanischen und medikamentösen Zwangsfixierungen zu einer Eskalation kommt und auch die gesundheitlichen Folgen dieser Zwangsmaßnahmen gravierend sein können, so ist nach der Studie der GM in München in 85% der untersuchten Todesfälle nach einer Fixierung, die Fixierung selbst die Todesursache gewesen.

http://psychiatrie.or.at/index.php/283-private-sicherheitsdienste-in-der-psychiatrie-tirol-assistieren-bei-fixierung

In der Kinder-und Jugendpsychiatrie (Direktorin Univ.Prof. Dr.Sevecke ) werden neue Wege beschritten, die dem internationalen Standard entsprechen:

Die Deeskalation wird durch ausgebildete Fachkräfte (Pflegepersonal) beschritten und nicht durch ungelernte Security Mitarbeiter!

http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/12832539-91/bevor-der-patient-ausflippt-kann-man-druck-herausnehmen.csp